Ratgeber
Was passiert, wenn ich mein Website-Abo kündige?
Das ist die Frage, die bei einem Website-Abo am häufigsten gestellt und am seltensten klar beantwortet wird. Zu Recht: Wer eine Website mietet statt kauft, will wissen, was am Ende bleibt. Dieser Ratgeber erklärt Domain, Datenmitnahme, Fristen und Übergabe — und benennt auch die Punkte, die gegen ein Abo sprechen.
Die kurze Antwort vorweg
Bei einer Kündigung endet die laufende Leistung — also Hosting, Wartung, Support und Änderungen. Was Ihnen bleibt, hängt an drei Dingen: wem die Domain gehört, ob Sie Ihre Inhalte exportieren können und ob der Anbieter beim Umzug hilft. Genau diese drei Punkte sollten in jedem Vertrag schriftlich stehen. Bei Sitetik sind sie in § 8 unserer AGB geregelt: Die Domain läuft auf Ihren Namen, bei Vertragsende erhalten Sie einen vollständigen Export Ihrer Website-Inhalte und Unterstützung beim Domain-Transfer zu einem anderen Anbieter.
Der wichtigste Punkt: Wem gehört die Domain?
Die Domain ist Ihre Adresse im Netz. An ihr hängen Ihr Google-Ranking, Ihre E-Mail-Adressen, Ihre Visitenkarten, Ihre Fahrzeugbeschriftung und jeder Link, den je jemand auf Sie gesetzt hat. Wer die Domain verliert, verliert nicht „eine Website" — sondern die gesamte Wiederauffindbarkeit seines Betriebs.
Deshalb ist das die einzige Frage, bei der es keinen Kompromiss geben sollte: Steht der Domain-Inhaber (der sogenannte Domain-Owner) auf Ihren Namen oder auf den des Anbieters? Läuft sie auf den Anbieter, sind Sie im Kündigungsfall auf dessen Kulanz angewiesen. Läuft sie auf Sie, können Sie sie jederzeit per Auth-Code zu einem anderen Hoster mitnehmen — der Umzug einer Domain ist ein Standardvorgang und dauert in der Regel wenige Tage.
Was Sie mitnehmen können — und was nicht
Hier lohnt sich Ehrlichkeit statt Werbesprache: Ein Website-Abo ist kein Kaufvertrag. Sie nehmen Ihre Inhalte mit, nicht das technische System, auf dem sie liefen.
| Was | Kommt mit / bleibt zurück |
|---|---|
| Domain | Läuft auf Ihren Namen — kommt mit |
| Texte aller Seiten | Kommen als Export mit |
| Bilder & Logo | Kommen mit (Ihr Material bleibt Ihres) |
| Kontaktdaten aus Formularen | Ihre Daten — kommen mit |
| Google-Business-Profil | Gehört ohnehin Ihnen, nicht dem Anbieter |
| Technisches System & Hosting | Bleibt beim Anbieter (Leistung, kein Produkt) |
| Laufende Pflege & Support | Endet mit dem Vertrag |
Praktisch heißt das: Ein neuer Dienstleister kann Ihre Inhalte übernehmen und neu aufsetzen, muss die Seite technisch aber neu bauen. Das ist der reale Unterschied zum Einmalprojekt — und genau der Punkt, den Sie kennen sollten, bevor Sie sich entscheiden. Wir haben beide Modelle im Vergleich Abo vs. einmalig gegenübergestellt.
Laufzeit und Frist: was bei uns gilt
Auch das gehört zu einer ehrlichen Antwort: Sitetik ist kein monatlich kündbares Abo. Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten und verlängert sich danach um jeweils weitere 12 Monate, wenn nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Laufzeitende gekündigt wird. Die Kündigung genügt in Textform per E-Mail an hello@sitetik.de; maßgeblich für die Frist ist der Zugang bei uns.
Der Grund dafür ist kein Trick, sondern Arithmetik: Weil bei uns keine Startgebühr anfällt, wird die komplette Erstellung der Website über die Laufzeit finanziert. Bei 49 € im Monat wären das im ersten Jahr 588 € — deutlich unter dem, was ein individuell gebautes Projekt kostet. Ohne Mindestlaufzeit müsste diese Arbeit vorab bezahlt werden, und genau das wollten wir vermeiden.
Was das für Sie bedeutet, sollten Sie nüchtern abwägen: Es gibt Anbieter, die monatlich kündbar sind. Wenn Sie maximale Flexibilität brauchen — etwa bei einem befristeten Projekt, einem Pop-up-Laden oder einem Geschäftsmodell, das Sie erst testen — sind Sie dort besser aufgehoben. Wenn Sie dagegen ohnehin langfristig planen, ist die Laufzeit der Preis dafür, dass Sie bei null anfangen können.
So läuft die Übergabe praktisch ab
- Kündigung in Textform, rechtzeitig vor Ablauf der Frist. Notieren Sie sich das Laufzeitende am besten direkt bei Vertragsschluss im Kalender.
- Export Ihrer Inhalte: Texte, Bilder und die über Formulare eingegangenen Daten in einem übergabefähigen Format.
- Domain-Transfer zum neuen Anbieter — wir stellen den Auth-Code bereit und unterstützen bei der Umstellung.
- Abschaltung zum Vertragsende. Sinnvoll ist, den Wechsel vorher zu terminieren, damit die neue Seite ohne Lücke live geht.
Fünf Fragen, die Sie jedem Anbieter vorher stellen sollten
- Auf wessen Namen wird die Domain registriert — und steht das schriftlich im Vertrag?
- Bekomme ich bei Vertragsende einen Export meiner Inhalte, und kostet der extra?
- Wie lang sind Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist, und verlängert sich der Vertrag automatisch?
- Wem gehören die für mich erstellten Texte und Bilder nach Vertragsende?
- Gibt es Zusatzkosten bei der Kündigung — etwa „Übergabepauschalen" oder Gebühren für den Datenexport?
Wenn ein Anbieter auf eine dieser Fragen ausweichend antwortet oder nur mündlich zusagt, ist das ein Warnsignal — unabhängig davon, wie günstig der Monatspreis aussieht. Wie sich Monatspreise und Einmalpreise real zueinander verhalten, haben wir in „Was kostet eine professionelle Website wirklich?" durchgerechnet.
Fazit
Ein Website-Abo ist dann unproblematisch, wenn drei Dinge geklärt sind: Die Domain gehört Ihnen, Ihre Inhalte sind exportierbar, und die Fristen stehen transparent im Vertrag. Sind diese Punkte erfüllt, ist die Kündigung ein normaler Vorgang und kein Risiko. Sind sie es nicht, sollten Sie den Vertrag nicht unterschreiben — auch nicht bei uns. Fragen Sie lieber einmal zu viel nach als einmal zu wenig.
Transparente Konditionen ansehen
Alle Pakete mit Preisen und Leistungen finden Sie auf der Startseite — ohne Startgebühr, mit den oben beschriebenen Regeln für das Vertragsende. Speziell für Ihre Branche haben wir eigene Seiten, etwa für Handwerksbetriebe oder die Gastronomie.