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Ratgeber

SEO-Grundausstattung: Was ist wirklich inklusive?

„SEO inklusive" steht auf fast jedem Website-Angebot — auch auf unserem. Das Problem: Zwei völlig verschiedene Dinge tragen denselben Namen. Das eine ist Technik, die einmal richtig eingebaut wird und danach steht. Das andere ist eine laufende Dienstleistung, die im Markt monatlich vierstellig kostet. Wer das verwechselt, kauft entweder zu viel oder ist zu Recht enttäuscht. Dieser Ratgeber trennt beides sauber — und sagt auch, was die Grundausstattung nachweislich nicht leistet.

Die kurze Antwort

Die SEO-Grundausstattung ist das technische Fundament: Seitentitel, Meta-Angaben, eine saubere Überschriften- und Seitenstruktur, sprechende Adressen, eine Sitemap, verschlüsselte Übertragung, kurze Ladezeiten und eine Darstellung, die auf dem Handy funktioniert. Das gehört zu jeder ordentlich gebauten Website und sollte kein Aufpreis sein. Es sorgt dafür, dass Google Ihre Seite überhaupt sauber erfassen und verstehen kann.

Laufendes SEO ist etwas anderes: Keyword-Recherche, regelmäßig neue Inhalte, Wettbewerbsbeobachtung, Verlinkungsaufbau, monatliches Reporting. Das ist Arbeitszeit, keine Einstellung. Im deutschen Markt liegen die Monatsbudgets dafür je nach Anbieter und Wettbewerb grob zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro — Marktspannen aus aktuellen Übersichten, keine Angebote.

Der ehrlichste Satz zum Thema lautet deshalb: Die Grundausstattung ist die Voraussetzung dafür, gefunden werden zu können. Sie ist keine Zusage, gefunden zu werden.

Was zur Grundausstattung gehört — und was jeder Baustein tut

Die dritte Spalte ist die wichtigere. Sie fehlt in den meisten Anbieterlisten, weil sie das Versprechen kleiner macht:

BausteinWas er bewirktWas er nicht bewirkt
SeitentitelDie anklickbare Überschrift im Suchergebnis. Google empfiehlt: eindeutig pro Seite, klar, knappKein Platzierungsversprechen; Google formuliert Titel bei Bedarf um
Meta-BeschreibungDer Text unter dem Titel — beeinflusst, ob geklickt wirdVerbessert die Position nicht direkt
Struktur & ÜberschriftenMacht Inhalte für Menschen und Maschinen lesbarErsetzt keine Inhalte, die es nicht gibt
SitemapHilft Google, alle Unterseiten zu entdeckenGarantiert laut Google ausdrücklich keine Indexierung
Ladezeit & MobildarstellungZählt zu den Signalen rund um die NutzererfahrungGute Werte allein bringen kein Top-Ranking
HTTPS & Bild-AlternativtexteSicherheit, Barrierefreiheit, Verständnis der BildinhalteHygienefaktoren, keine Hebel
Meta-KeywordsNichtsGoogle wertet dieses Feld nach eigener Aussage nicht aus

Was Google selbst dazu sagt

Beim Thema SEO kursieren viele Behauptungen aus zweiter Hand. Deshalb hier nur Punkte, die in Googles eigener Dokumentation für Website-Betreiber stehen:

  • Das Keywords-Meta-Feld ist wirkungslos. Google schreibt ausdrücklich, dass die Google-Suche das Keywords-Meta-Tag nicht verwendet. Wer Ihnen „Hinterlegung Ihrer Keywords" als Leistung verkauft, verkauft Ihnen nichts.
  • Eine Sitemap garantiert keine Aufnahme. Sie hilft beim Entdecken von Adressen, aber Google stellt klar, dass damit nicht garantiert ist, dass alle Einträge gecrawlt und indexiert werden. Google nennt zudem einen Richtwert: Bei Websites mit etwa 500 Seiten oder weniger und guter interner Verlinkung ist eine Sitemap oft gar nicht nötig — für die allermeisten Firmenseiten ist sie also Sorgfalt, kein Wettbewerbsvorteil.
  • Es gibt kein einzelnes „Page-Experience-Signal". Google beschreibt stattdessen eine Reihe von Signalen und sagt deutlich, dass gute Core-Web-Vitals-Werte keine Spitzenposition garantieren. Ebenso klar: Die Suche zeigt die relevantesten Inhalte auch dann, wenn die Nutzererfahrung schwächer ist.
  • Strukturierte Daten sind eine Eintrittskarte, kein Ranking-Boost. Sie können erweiterte Darstellungen im Suchergebnis ermöglichen — Google formuliert das bewusst als „kann" und „möglicherweise" und macht keine Ranking-Zusage.
  • Textlänge und Keyword im Domainnamen sind überschätzt. Google hält fest, dass die reine Länge eines Textes für das Ranking nicht entscheidend ist und Keywords im Domainnamen kaum Wirkung haben.

Zusammengefasst: Die Grundausstattung räumt Hindernisse aus dem Weg. Den Ausschlag geben danach Inhalte, Relevanz und Bekanntheit — und das braucht Zeit, wie wir in „Wie lange dauert es, bis meine Website live ist?" beschrieben haben.

Was in keiner Grundausstattung steckt

Diese Punkte sind echte Arbeit und deshalb bei seriösen Anbietern nie im Website-Grundpreis enthalten — bei uns ebenso wenig:

  • Keyword-Recherche und Strategie. Welche Suchbegriffe lohnen sich in Ihrer Stadt und Branche überhaupt? Das ist eine Analyse, keine Einstellung im Bearbeitungsbereich.
  • Laufende Inhalte. Regelmäßige neue Seiten und Beiträge sind der wirksamste, aber auch der aufwendigste Hebel. Wer nichts veröffentlicht, hat auch nichts, was ranken könnte.
  • Verweise von anderen Seiten. Erwähnungen und Verlinkungen aus Ihrer Region und Branche kann niemand technisch einbauen. Sie entstehen durch echte Präsenz — oder werden eingekauft, was eigene Risiken mitbringt.
  • Monitoring, Reporting, Nachsteuern. Positionen beobachten, Search-Console-Daten auswerten, nachbessern. Genau dafür gibt es die monatlichen Budgets.

Wie das bei uns aussieht — ohne Schönfärberei

Konkret und mit der Einschränkung, die dazugehört: Der SEO-Grundausbau — also Seitentitel, Meta-Angaben, Struktur, Sitemap und Ladezeit-Optimierung — ist bei uns ab dem mittleren Paket SIGNATURE (69 € / Monat) Bestandteil. Das kleinste Paket LAUNCH (49 € / Monat) führt ihn nicht als Leistung auf; dort bekommen Sie eine saubere, schnelle, verschlüsselte Seite mit eigener Domain, aber keine redaktionelle SEO-Aufbereitung. Wer vorrangig über Google gefunden werden will, sollte das wissen, bevor er das günstigste Paket wählt.

Ebenfalls ehrlich: Auch SIGNATURE ist kein laufendes SEO-Mandat. Es ist ein einmalig sauber gebautes Fundament plus laufende Pflege. Wenn Sie in einem hart umkämpften Feld gegen Anbieter antreten, die monatlich vierstellige Budgets in Inhalte und Verlinkung stecken, holt das kein Website-Abo auf — weder unseres noch ein anderes. In dem Fall brauchen Sie zusätzlich jemanden für die laufende Arbeit, und wir sagen das lieber vorher als hinterher.

Für viele lokale Betriebe ist die gute Nachricht allerdings, dass genau dieser Wettbewerb gar nicht stattfindet. Wer als Malerbetrieb oder Friseursalon im Umkreis gegen drei veraltete Seiten ohne Handy-Darstellung antritt, kommt mit sauberer Grundausstattung plus gepflegtem Google-Unternehmensprofil oft erstaunlich weit. Eine vollständige Übersicht der Leistungen steht auf der Leistungsseite.

Fünf Fragen an jeden Anbieter

Diese Fragen gelten anbieterunabhängig — stellen Sie sie auch uns:

  1. 1. Ist mit „SEO inklusive" die technische Grundausstattung gemeint oder laufende Betreuung? Bitte schriftlich.
  2. 2. Wer schreibt die Texte — und sind sie im Preis enthalten oder ein Zusatzposten?
  3. 3. Bekomme ich Zugriff auf die Google Search Console meiner eigenen Website?
  4. 4. Kann ich Seitentitel und Texte später selbst ändern lassen, ohne dass jede Änderung extra kostet?
  5. 5. Was genau passiert in Monat zwei bis zwölf? Wenn darauf keine konkrete Antwort kommt, ist es keine laufende Betreuung.

Vier Warnsignale

  • „Platz 1 bei Google — garantiert." Niemand kann Positionen zusichern. Google selbst garantiert nicht einmal, dass eine Seite überhaupt in den Index aufgenommen wird.
  • „Wir melden Sie bei 500 Suchmaschinen an." Anmeldungen dieser Art sind seit Jahren bedeutungslos. Suchmaschinen finden Seiten über Verlinkungen.
  • Abrechnung nach Keyword-Dichte oder Meta-Keywords. Beides sind Konzepte aus einer vergangenen Suchmaschinen-Ära.
  • Kein Zugriff auf die eigenen Daten. Search Console und Analysewerte gehören Ihnen. Wer sie zurückhält, bindet Sie über Intransparenz.

Fazit

Die SEO-Grundausstattung ist Handwerk, das selbstverständlich sein sollte: sauber gebaut, schnell, mobil, mit ordentlichen Titeln und einer Struktur, die Google versteht. Sie ist die Eintrittskarte — mehr nicht, aber auch nicht weniger. Wer mehr will, kauft Arbeitszeit für Inhalte und Betreuung, und das ist ein eigener Posten mit eigenem Budget. Ein Anbieter, der diese Grenze offen zieht, spart Ihnen die Enttäuschung im dritten Monat. Einer, der „SEO inklusive" sagt und Platz 1 andeutet, verkauft Ihnen eine Erwartung, die er nicht einlösen kann.

Sauberes Fundament ab Tag eins

Alle Pakete und was jeweils enthalten ist, finden Sie auf der Startseite. Was eine Website insgesamt kostet, haben wir in „Was kostet eine professionelle Website wirklich?" aufgeschlüsselt. Für einzelne Branchen gibt es eigene Seiten mit Beispielen, etwa für Handwerksbetriebe oder Friseursalons.